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Neue Seite 1

Stand

14.02.2005

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Bilder und Berichte

Erster Spatenstich für den Neubau der Osttribüne im Stadion der Freundschaft am 26

FC Energie Cottbus/Amateure - Reinickendorfer Füchse 5:0 vor 68 Zuschauern am 12.02.2005 im Cottbuser Stadion an der Lipezker Straße

 

So Freunde, heute mal wieder ein Amateure-Spielbericht. Und zwar zur Begegnung gegen die Reinickendorfer Füchse. Einem alten Bekannten aus den Regionalligazeiten der ersten Mannschaft also. Heute fristet diese Truppe ein eher trostloses Oberliga-Dasein, und das sogar noch in der Abstiegszone. Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff trudelte ich im Klubhaus ein, wo dank Stussy schon ein leckeres Bauernfrühstück auf mich wartete. Nachdem ich Dieses im Nahkampf beseitigt hatte, prüften wir den heutigen Spielberichtsbogen auf eventuelle Fehler. (Da das ja scheinbar sonst Keiner macht.) Wir fanden zumindest keine Offensichtlichen. Namen wie Schröder, Ogungbure, Jungnickel, Brunnemann und da Silva ließen erkennen dass man auch heute wieder ein ähnliches Ergebnis, wie das vom NOFV aberkannte 5:0 gegen Wismar anstrebte. Das Schiri-Gespann nahm sich sehr viel Zeit um den Platz zu begutachten. Das Regen- und Tauwetter der letzten Tage hatte deutliche Spuren hinterlassen. Das Wasser war eigentlich gut auf dem Platz verteilt, nur auf etwa einem Drittel der Fläche waren die Pfützen tiefer als zehn Zentimeter. Da es aber noch weiter goss, dürfte man bald eine geschlossene Wasserfläche erreicht haben. Wie man früher im Westteil der Republik gesagt hätte: "Walter-Wetter". Die Schiris meinten offensichtlich, dass das (zumindest für die 68 Zuschauer) sehr witzig werden könnte und entschieden sich schließlich das Spiel auszutragen. Sie sollten Recht behalten, wir haben viel gelacht.

Da das Südstadion der Eisenbahner an der Lipezker Straße (Ich hoffe ich habe keinen der offiziellen Namen vergessen.) ja immer noch nicht über eine Überdachung verfügt, standen wir anfänglich also im Regen. Darauf wartend, dass die Spieler zum Duschen aus der Kabine kommen, stellten wir erleichtert fest, dass Manuel Zemlin heute in Zivil gekommen war. Ihm hatte man ja den nachträglichen Punktabzug zu verdanken. Wie es sein kann, dass weder die Trainer, noch die Betreuer, noch der Spieler selbst wissen wie viele gelbe Karten er hat, ist mir ein Rätsel. Ehrlich gesagt, einfach nur peinlich. Zumal in der Hinrunde schon mal ein ähnlicher Fehler gemacht wurde, als Kevin Meinhardt auf dem Spielberichtsbogen vergessen wurde. Schade für Markus Dörry, der hatte im Wismar-Spiel (Auf geschlossener Schnee-Decke.) einen lupenreinen Hattrick hingelegt. Nachdem man in der Vorwoche einen Punkt bei Yesilyurt geholt hatte, legten auch die Berliner Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Scheinbar wird das von den Gegnern der Amas jetzt schon auf Verdacht hin getan. Unter dem Motto: "Versuchen kann man es ja mal, bei Denen ist doch immer was." Tja, die Verantwortlichen der Amateure stehen damit jetzt quasi genauso im Regen, wie ich, da ich selbstredend ohne Schirm gekommen war. Aus diesem Grund suchte ich nun erstmal nach einem halbwegs trockenen Plätzchen, und ich wurde fündig. Der kleine, aus Stahlröhren und Gitterrosten zusammen gezimmerte Kamera-Podest vor dem Kultsprecherturm wurde kurzer Hand zur VIP-Tribüne ernannt, und von mir besetzt. Einige Zeit später, gesellte sich dann auch der Macher dieser Seite dazu.

Zum Spiel: Es dauerte einige Zeit, bis sich die Spieler an die Gegebenheiten gewöhnt hatten. Der tiefe Rasen… nein... Das tiefe Wasser machte das Spielen sichtlich schwer. Aber nach einigen Minuten kamen die Amateure zu ihrer ersten Chance. Ein abgefälschter Schuss blieb aber in einer Pfütze kurz vor der Torlinie liegen. Der Torwart hatte eigentlich schon aufgegeben. Aber als der Ball dann da so vor sich hin schwamm, entschloss er sich nach kurzer Denkpause dann doch, ihn mal lieber da weg zu nehmen. Ich glaube, es wäre der neue Bomber im FCE-Sturm Lars Jungnickel gewesen, der da getroffen hätte. Dieser hatte ja schon vor einer Woche getroffen, und am gestrigen Freitag in Oberhausen auch sein erstes Zweitliga-Tor überhaupt erzielt. Aber dieser Treffer war nun ins Wasser gefallen. In der Folge blieben einige Angriffe wortwörtlich liegen, und zwar in Form des Balles in den Pfützen. Es war köstlich mit anzusehen, wie da geschlittert und geplanscht wurde. An Fußball erinnerte das aber nicht wirklich. Wenn es klatschte, war es also kein Beifall, sondern ein im Wasser landender Spieler oder Ball. Aber schon bald hatte der FCE erkannt, dass man heute mit hohen Bällen zum Erfolg kommen könnte. Und so erzielte dann tatsächlich Jungnickel das 1:0. Per Kopfball nach Mattuschka-Ecke. Fragt mich bitte nicht nach Zeiten, ich schätze mal 25. Minute. Ca. zehn Minuten später erkämpfte sich Brunnemann auf der rechten Seite einen, eigentlich ebenfalls schon wieder liegen gebliebenen Ball, und flankte in den Strafraum. Und ausgerechnet der Kleinste köpfte das 2:0. Markus Dörry. Der hat heute wieder gefallen können, obwohl ich mir von dem Duo Dörry/Schuppan auf links mehr erhofft hatte. Aber warten wir mal wie es aussieht, wenn man wieder auf Rasen spielt. Kurz danach erregte "Kiwi I" Meinhardt unser Aufsehen, obwohl er gar nicht spielte. Warum die I? Na weil wir doch mit Brent Fisher aus Neuseeland jetzt noch nen zweiten "Kiwi" haben. "Kiwi I" auf jeden Fall machte sich doch allen Ernstes unterm Regenschirm warm. Mit diesem herrlichen Bild begab ich mich in die Pause.

Nachdem ich mich, bei einem ebenfalls schon bereit stehenden Tee, aufgewärmt hatte, nahm ich wieder meinen Platz ein. Der Macher einer weiteren "EnergieFanPage" hatte ebenfalls die Vorzüge dieser trockenen, erhöhten Stellung erkannt und leistete uns in der zweiten Halbzeit Gesellschaft. Einen dritten "Seiten-Macher" konnten wir allerdings, mit Blick auf die Bausicherheit (300Kg Traglast waren bereits erreicht.), nicht mehr unterbringen. Bei einem zufälligen Blick auf die Uhr an der Sprecherkabine hinter mir, nahm ich verblüfft zur Kenntnis dass die CB A's bereits mit 3:0 vorn lagen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass Martin Grötsch der Schütze war. Wiederum per Kopf, und unmittelbar nach Wideranpfiff. Das die Anderen auch immer so trödeln müssen… In der Halbzeitpause hatte man nicht nur die Seiten, sondern auch die Trikotsätze gewechselt. Björn Brunnemann hätte sich das allerdings sparen können, denn er war schon wieder von Oben bis Unten mit Matsch beschmiert. Mir kam unweigerlich das Bild eines kleinen Jungen in den Kopf, der abends vom Bolzplatz kommt. Brunne hatte heute scheinbar seinen Spaß, und er kam auch erstaunlich gut mit dem Boden klar. Auf meine Vermutung hin, er könnte das ja eventuell tatsächlich als Kind beim kicken im Watt gelernt haben, erfuhr ich jedoch dass es so was an der Ostsee nicht gibt. Die schwachen Berliner versuchten, begleitet vom alten Reinickendorfer Schlachtruf "Ödülü!" (Oder so ähnlich.), so around about 3 Angriffe. Wobei die Betonung hier eindeutig auf "versuchten" liegt.

Ca. zwanzig Minuten vor Schluss gelang erneut Grötsch der Treffer zum 4:0. Unsere Zweite hatte sich mittlerweile besser auf die Platzverhältnisse eingestellt, und versuchte häufig mit Hebern zu agieren. Dass es trotzdem nicht häufiger zu Strafraum-Szenen kam, lag eindeutig am diesseitigen Assi. Es wurde gemutmaßt dass der Ärmste scheußlich frieren müsste, weshalb er bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit den Armen wedelte. Es war zum Teil wirklich lächerlich, was da so alles als Abseits gegeben wurde. Aber unter Umständen liege ich auch falsch, und die Regeln sind beim Wasser-Ball(ett) anders. Ein Angriff nach dem Anderen wurde abgepfiffen, und ich machte mir langsam Sorgen ob denn das 5:0 noch fällt. (Nicht dass ich wetten würde oder so.) Kurz vor Schluss wurde dann der so gut aufgewärmte, und mittlerweile im Spiel befindliche Meinhardt im Strafraum regelwidrig unter Wasser getaucht, was einen Strafstoß zur Folge hatte. Glücklicher Weise wurde er auf das von uns aus rechte Tor gegeben, auf der gegenüber liegenden Seite hätte er vermutlich ausfallen müssen. Oder nur als "Elfmeter aus halbrechter Position" ausgeführt werden können, wie man neben mir bemerkte. Torsten Mattuschka nahm sich den Ball, wie bei allen Standards heute. Und wie schon im Spiel geübt, verwandelte er mit einem fiesen Lupfer(chen). Da das 5:0 damit in "trockenen" Tüchern war, ersparte man es sich noch lange zu spielen, und stellte ein. Leider gelang es uns nach dem Abpfiff nicht mehr die Amateure zu einem Diver zu überreden, aber die waren heute auch wirklich schon genug gerutscht. Der Platzwart wird bestimmt froh sein, sich mal so einer Herausforderung gegenüber zu sehen. Er hat jetzt ne Menge zu tun, um den Truppenübungs- wieder in einen Fußballplatz zu verwandeln. Denn in zwei Wochen dürfen wir mit Tabellenführer Babelsberg, nach den letzten beiden Opfern, mal wieder einen echten Gegner hier begrüßen.

Fazit: Klitschnass aber gut unterhalten.

"Stussysweltreporter" Rossi

     

Die Bilder zum Spiel gibt es hier ...

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