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Neue Seite 1

Stand

11.04.2005

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Bilder und Berichte

Erster Spatenstich für den Neubau der Osttribüne im Stadion der Freundschaft am 26

FC Energie Cottbus - SV Eintracht Trier 2:1 vor 8.650 Zuschauern am 08.04.2005 im Cottbuser Stadion der Freundschaft

 

Endlich gab es im Verlaufe der Woche die Nachholspiele, so daß die Tabelle wieder aussagekräftiger wurde. Für Cottbus bedeutete das jedoch, daß den FC Energie nur noch ein Punkt von den Abstiegsplätzen trennt. Da die Ärzte dem Trainer Petrik Sander abrieten, sich dem Geräuschpegel im Stadion auszusetzen, wurde er von Thomas Hoßmang vertreten. Schade, daß trotz verbilligten Preisen auf dem Oberrang der neuen Tribüne insgesamt nur 8650 Zuschauer zu diesem wichtigen Spiel in das Stadion der Freundschaft kamen.

Gleich zu Beginn zeigte sich Trier ein paar Mal vor dem Cottbuser Tor und hätte durchaus in Führung gehen können. Piplicas unbeabsichtigter "Querpaß" auf die rechte Seite machte deutlich, daß ein an den Nerven rüttelnder Konkurrenzkampf um die Torwartposition für die kommende Saison stattfindet. Seit einigen Spielen wird neben dem Stammtorhüter auch André Thoms intensiv vor dem Spiel erwärmt bzw. sein Leistungsstand geprüft. So kurz vor dem Spiel sicher nicht gerade zu Piplicas Freude. Dafür legte dieser in seiner Aufwärmphase mit Ball dann richtig los. Ein Pirat und Kämpfer gibt eben seinen Platz nicht so schnell her!

Doch zurück zum Spiel. Die erste Offensivaktion des FCE führte gleich zum Erfolg. In der 7. Minute wurde der Ball geistesblitzartig auf den halblinks durchgestarteten Mokhtari durchgesteckt. Dieser flankte in die Mitte und wenige Meter vor dem Tor stand Iordache da, wo ein Stürmer hingehört. Nach nunmehr 26 Einsätzen endlich sein erstes Tor in dieser Saison!

Der FCE spielte wieder ein 4-4-2 System. Die nachrückenden linken und rechten Mittelfeldspieler besetzten bei Offensivaktionen die Außenbahnen in der gegnerischen Hälfte. Gleichzeitig gab es zentral auch immer mindestens einen Abnehmer für die Flanken. Das erhöhte, wie von den Trainern angekündigt, besonders in der 2. Halbzeit die Durchschlagskraft.

In den ersten 5 Minuten der zweiten Hälfte begann Trier noch recht ordentlich. Man sah, daß sie sich mit einer Niederlage zunächst nicht abfinden wollten. Dann aber drehte Energie auf. Nicht zuletzt aufgrund des sehenswerten Volleytores von Zoltan Szelesi in der 53. Minute nach einer gefährlichen Hereingabe von links. Übrigens gelang zur Halbzeitpause beim Torschußtraining dem Damir Suljanovic per Volleyschuß ein Tor aus etwa der selben Position.

Zugegeben, die Gäste gingen kaum noch in die Zweikämpfe und überließen dem FCE immer mehr das Mittelfeld. Aber Cottbus reagierte deswegen nicht überhastet, sondern fand in den kommenden 20, 25 Minuten die richtige Mischung aus Übersicht und konsequenter Offensive. Beinah jeder Spieler beteiligte sich am konstruktiven Spielaufbau. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Trierer Tor. Es wurde immer wieder gefährlich. Da der FCE mit überlegtem und präzisem Paßspiel agierte, ergaben sich für den Gegner nicht mehr ganz so viele gefährliche Konter, wie das noch in den letzten Spielen der Fall war. Die wenigen Angriffe der Gäste landeten zudem meist im Abseits. Das trieb Trier zunehmend zur Verzweiflung.

Leider verzweifelte auch ein Spieler des FCE. Steffen Baumgart hatte einige Großchancen. Ihm hätten sicher die meisten Zuschauer an diesem Freitag ein Tor gegönnt. Aber so ist das häufig. In vorherigen Spielen hat man kaum Chancen und muß viel nach hinten arbeiten. Und nun, wenn die Chancen da sind, will der Ball einfach nicht ins Tor. Dennoch glaube ich, daß Baumgart noch das ein oder andere wichtige Tor in dieser Saison erzielen wird.

Der FCE wäre nicht der FCE, wenn er es am Ende nicht noch mal spannend machen würde. Da schnappt einmal die Abseitsfalle nicht zu und schon erzielt Trier den Anschlußtreffer zum 2:1. Cottbus - zwar beeindruckt - ließ sich aber nicht mehr von der Linie abbringen. Vielleicht auch deshalb, weil nur noch 4 Minuten plus Nachspielzeit zu spielen waren.

Schiedsrichter, so sagt man, sind immer dann gut, wenn sie ein Spiel unauffällig leiten. Ich komme deshalb nicht umhin, ein paar Worte über den Unparteiischen zu verlieren. Ein paar Fehler verzeihe ich ihm ja, aber spätestens das Wegpfeifen des Vorteils (Baumgart läuft allein auf Ischdonat zu.) und die beiden nicht gegebenen Elfmeter waren zuviel des "Guten". Bei den Elfmetern sind die Schiris sonst immer sowas von zimperlich, geben Strafstoß, wenn man im Strafraum mit dem kleinen Finger das Trikot des Gegners auch nur antippt! Aber hier wird jeweils im Strafraum Iordache von hinten in die Hacken getreten und Baumgart mit beiden(!) Händen umgeschubst. Von den rüden Fouls an Baumgart ganz zu schweigen.

Der letztendlich knappe Sieg täuscht über das weitgehend gute Spiel des FCE hinweg. Nicht wenige "sahen" den FCE 4:0 oder höher gewinnen. Das sind ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Aber warum muß dem FC Energie in Sachen Klassenerhalt erst das Wasser bis zum Hals stehen, um mal so eine ansprechende Leistung abzurufen? Die Mannschaft kann es doch!

Nach dem Spiel versammelten sich einige Pinwand-User zur Spielauswertung vor dem G-Block. Dem zum Auslaufen auf das Spielfeld zurückgekehrten Nico Patschinski wurde noch nahegelegt, sich nicht noch einmal, wie 2001 beim Spiel des FC Energie bei St.Pauli, die Schuhe mit einem Energietrikot zu putzen. Er konnte sich das Lachen nur schwer verkneifen. Später verrieten laute Kratzgeräusche im Spielertunnel, daß er sich diesmal ein neues Inventar des FCE zum Schuheputzen ausgesucht hat…

"Stussysweltreporter" Pontifex

     

Die Bilder zum Spiel gibt es hier ...

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